Voilà – Hähnchen im Wickelkleid

Hallöchen ihr Lieben,

heute mal wieder was aus der Kategorie Omnommnomm. Ich hab letzte Woche einfach mal bissel den Kühlschrank zusammen gewürfelt. Dabei rausgekommen ist das da oben. Wahnsinnig lecker. Wie ich es nenne? Keine Ahnung. Fleisch-Wickel mit „jet drupp“, wie der Kölner sagen würde. Und dazu Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen. Ich erzähl euch einfach mal fix, was da genau passiert ist, damit es am Ende omnommnomm wurde. Man nehme:

Zutaten für 2-3 Personen:

  • 500gr Hähnchenbrustfilet
  • 1 bis 2 Lagen Parmaschinken
  • 1 Pkg. Mozzarella
  • 1 kg Kartoffeln
  • 1 paar Cocktailtomaten
  • 1 Becher Crème fraîche
  • Ein Bund frischer Salbei
  • 1 Zitrone (bio, also nicht gespritzt wegen Abrieb)
  • Rosmarin am besten frisch, wenn nicht vorhanden, Pulver tut auch seinen Dienst 😛
  • Olivenöl
  • Pfeffer
  • Fleur de Sel (klingt ultra fancy, is letztlich doch einfach nur Salz :-P)
  • Geflügelgewürz aus der Gewürzmühle (ne Mischung aus Koriander, Ingwer, bissel Chili etc. etc. etc.; gibt’s in jedem Edeka beispielsweise)
  • Knoblauch

Zubereitung:

  • Den Ofen vorheizen auf ca. 180° C
  • Ein Backblech mit Backpapier auslegen
  • Kartoffeln (roh und ungekocht mitsamt Schale) in Spalten schneiden und auf dem Blech verteilen, wer es gerne mag, darf auch noch Zwiebeln dazu werfen
  • Die Kartoffeln mit Pfeffer und ordentlich Flör de Säl würzen
  • Falls ihr frischen Rosmarin habt, dann zupft ne Ladung von den Blättchen ab und werft das schön gleichmäßig über die Kartoffeln. Rosmarinpulver als Alternative ist auch okay. Ebenfalls schön gleichmäßig über die Töften streuen
  • Am Ende ordentlich Olivenöl drüber geben. Damit das ganz auch schön saftig wird und euch die Kräuter auch nicht im Öfchen verkohlen. Wir machen ja schließlich keine Dörrkartoffel à la Sahara
  • Wenn das alles erledigt ist, schiebt ihr das Blech in den schön vorgewärmten Ofen. Die Kartoffeln brauchen in etwa ’ne halbe Stunde bei 180°. Und dann nochmal zehn Minütchen bei 200°-220 °C, damit sie leicht knusprig werden.
  • Dann schnappt ihr euch ne Pfanne und stellt die schon mal auf den Herd und heizt diese auf höchster Stufe auf
  • Stellt euch eine Auflaufform bereit
  • Das Hähnchen kurz! (und wenn ich kurz sage, mein ich wirklich kurz, sonst wird das furztrocken im Ofen ;-)) von jeder Seite anbraten, wegen Röstaroma und schöner Farbe
  • Würzt das Hähnchen ein wenig mit Pfeffer, dem Hähnchengewürz und einer Prise Salz. Nicht zuviel Salz, denn der Schinken ist wirklich sehr intensiv salzig. Wir wollen ja nicht nachher wie ’ne durstige Bergziege am Wasserhahn hängen, ne? :-)
  • Das angebratene Hähnchen kurz in der Auflaufform zwischenlagern. Quasi einfach mal links liegen lassen
  • Dann schnappt ihr euch (wenn vorhanden) einen Mörser, werft den Salbei da rein, gebt einen guten Spritzer von der Zitrone dazu und ein bißchen vom Zitronenabrieb (falls ihr keine Reibe habt zum abribbeln, könnt ihr auch einfach mit ’nem Messer feine Rispen abschneiden und die ganz ganz klein und fein hacken) und fangt an zu mörsern, bis ihr einen schönen, gleihmäßig strukturierten Salbei-Matsch habt. Solltet ihr keinen Mörser haben könnt ihr das Grünzeug auch einfach fein hacken
  • In einem Schüsselchen vermengt ihr nun den Salbei mit der Crème fraîche und verrührt alles zusammen mit etwas Pfeffer und Knoblauch
  • Tomaten und Mozzarella in Scheiben schneiden
  • Auf einem Holzbrettchen legt ihr euch nun 2-3 Scheiben Parmaschinken aus. Darauf setzt ihr nun eins der angebratenen Filetstücke.
  • Das Filet streicht ihr nun mit der Crème fraîche Mischung ein und klappt den Schinken dann darüber zu. Dann habt ihr sozusagen einen Parmaschinken-Hähnchen-Wickel.
  • Obenauf legt ihr nun im Wechsel Mozzarella und Tomaten
  • Das ganze wird nun noch mit etwas Gewürz aus der Mühle bestreut
  • Das Hähnchen schiebe ich in etwa dann in den Ofen wenn die Restgarzeit der Kartoffeln noch so knappe 20 – 25 Minuten beträgt. Die letzten 10 Minuten auf 200° C schaden dem Hähnchen überhaupt nicht, denn ihr habt es ja so kurz angebraten (!), dass es innen noch roh ist und somit nicht austrocknet.

Et voilà euer Essen ist fertig. Der Schinken hält das Ganze schön saftig und gibt ordentlich Aroma ab an das Hähnchen. Die Crème fraîche-Kräutermischung mildert die Intensität etwas, damit der Schinken nicht zuviel Bäm macht. Es schmeckt euch hoffentlich so wundervoll, wie es uns geschmeckt hat.

Viel Spaß beim Nachkochen!

XoXo

Coco